Vom Frühstück über Familie zum Gott

Sonntage in Berlin sind anders als Sonntage in Kroatien. Zudem haben wir in Kroatien wenig ausgeprägte Frühstückskultur in Cafés, Restaurants oder zu Hause. Eigentlich gar nicht.

In Berlin wird Frühstück, und besonders das Sonntagsfrühstück, zelebriert.
In Kroatien ist der Sonntag meistens ein trauriger Tag und Frühstück, na ja, Kaffee gibt es. Türkischen Kaffee.

Es kann vorkommen dass sonntags doch etwas gefeiert wird, aber eigentlich ist es ein Tag an dem man eher die Wäsche bügelt, eventuell einen Kuchen backt. Manchmal besuchten sich die Verwandten, saßen im Wohnzimmer und redeten während ein Fernsehprogramm lief.

Früher gab es eine Sendung auf unseren zwei Programmen, die Sendung „Sonntags Nachmittag“ mit anschließendem amerikanischen Film. Heute gibt es amerikanische Filme am Sonntag Nachmittag auch, oft mit viel Gewalt. Und wenn es den Film nicht gibt, jetzt gibt es mehrere Programme, mit türkischen Serien, auch mit viel Aggression.

In Berlin geht man sonntags schon früh „nach draußen“. Es ist ein Familientag. Für mich war das Wort und Vorstellung von Familie immer ein Schreck. Wörter wie „meine Tante“ oder „mein Cousin“ habe ich unheimlich selten gebraucht. Von Natur aus, konnte ich nie einer Familie gehören und auch keiner Organisation.

Ich kenne fast keinen Menschen der eine gute Beziehung zu seinem Vater oder Mutter hat. Da sind immer irgendwelche Vorwürfe vorhanden. Kleinere oder größere. Und egal aus welcher Kultur oder Kulturkreis man kommt. Geschwister hassen sich oft und kämpfen für die Liebe der Eltern. In den meisten Familien lernt man Streit, Macht, Kampf und Zwang kennen. Wie denn nicht wenn wir auch von außen gesteuert werden. Es ist in unserer kollektiven Existenz und Bewusstsein tief verwurzelt, dass jemand über uns nötig und notwendig ist. Meistens etwas ziemlich Abstraktes, wie z.B. der Staat. Oder Religion. Obwhol der Gott etwas noch abstrakter als Staat ist, zumindest ist er persönlicher. Den Gott kann man immer ansprechen, Menschen an der Macht selten.

Photo by Pixabay on Pexels.com

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