Wie gehe ich mit dem Umgehen um?

Bist du irgendwann mal in einem Zustand verweilt, in dem es nichts zum Wollen gab, nichts zum Denken, einem Zustand wo es zugleich dich nicht gab und wiederum doch?
Liebe war rund um dich und in dir, aber du warst an eine Vorstellung der Liebe gebunden und konntest sie in der Leere nicht finden oder sehen.

Es war einfach ein Verweilen, sein, gewesen sein, du warst, du bist gewesen, du warst gewesen.

Es war nicht mal der tiefe Schlaf, auch keine Depression, es war einfach kein spektakuläres Gefühl, vielleicht auch kein Gefühl, aber widersprüchlich, es fühlte sich an. Vielleicht war es einfach nur präsent.

Es war kein Unterbewusstsein oder höheres Bewusstsein. Es gab kein Bedürfnis darüber irgendetwas mitzuteilen, irgendjemandem und nicht mal dir selbst oder irgendeinem Selbst welches du aus verschiedenen Rollen versucht hast zu basteln: Frau, Mann, Arbeiter, Bänker, Süchtige, Erleuchteter, Bettler, Polizistin, Schawarmamaker, Dr., Mr.. Mag., Postbote, Yogalehrerin.

Es war auch keine Erinnerung an eine bessere oder schönere Zeit. Es war einfach so wie es war, obwhol ich nicht weiß wie es war oder wie es ist, weil es da kein Wissen gab oder gibt.

Und wenn du sowas schon erlebt hast, wusstest du wie damit umzugehen?
Hattest du Angst vor der Leere, vielleicht Angst dass du deinen Verstand verlierst?

Das Wort „umgehen“ ist ein wunderbares Wort mit zwei Bedeutungen. Um-gehen kann man immer, mit Ablenkung, die Aufmerksamkeit schnell auf verschiedene Anker zu lenken, um das Nicht-vorhanden von Etwas zu übermalen, die Leere füllen zu wollen. Du suchtest eine Form, was im Endeffekt eine Begrenzung ist, aber trotzdem hast du erleichtert ausgeatmet, bis zur nächsten Ablenkung. Um-gehen, um die Unsicherheit in der Unendlichkeit zu vermeiden, ist eine gute Strategie.

Umgehen als „Wie-gehe-ich-damit-um“ geht immer zur Mitte, Tiefe und Unendlichkeit. Ohne sich komplett loszulassen, ohne sich endlos in sich selbst fallen zu lassen, gibt es keine Möglichkeit, mit sich selbst umzugehen. Und keine Möglichkeit das Selbst überhaupt zu begreifen. Und wenn du glaubst es begriffen zu haben, hast du nichts begriffen.

Warum haben Menschen so viel Angst, in die eigene Arme zu fallen?

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